Mr. Hayabusa
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Mr. Hayabusa - Elmar Geulen

Auf meinen Internetseiten möchte ich Ihnen einen detailieren Einblick in mein motorsportliches Leben ermöglichen.
Hier finden Sie alle relevanten Daten zu meiner Person und meinen Weltrekord- & Rennmaschinen.
Des weiteren können Sie sich alle TV-Berichte ansehen und Presseberichte durchlesen.
Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen oder Wünsche haben, so zögern Sie nicht, ich werde (fast) jede Mail beantworten.

Ihr Elmar Geulen



05.06.2016: Licht & Schatten in Lahr

Am vergangenen Sonntag, den 05.Juni 2016 war es endlich so weit, die Übergabe der komplett überarbeiteten SD-Performance Turbo-Hayabusa an Mr. Hayabusa im Rahmen des SCC500 in Lahr fand statt. Ein Steuergeräteproblem beim Sport1-Track Day im vergangenen Jahr, war Auslöser für die umfangreiche Überarbeitung.

Das SD-Performance-Team wurde hierbei Aufgrund der hohen eigenen Auslastung durch die Mr. Hayabusa Mechaniker Daniel Lauenstein und Lars Römer hervorragend unterstützt.

Eine kleine Anmerkung am Rande:
Ich persönlich rate jedem von Ignitech-Steuergeräten aus CZ in spe ab … bei Problemen mit den Geräten ist keinerlei Support zu erwarten. Also Finger weg!

Doch wenden wir uns einmal den positiveren Dingen zu.

Es war Samstagabend und das Rennen am Sonntag in Lahr stand bevor. Durch die große Hilfsbereitschaft des SCC500-Veranstalters Peter Klein war es mir möglich, meine überarbeitete Maschine noch einmal auf Herz und Nieren auf der Start- und Landefläche des Lahrer Flughafens zu testen bevor es am Sonntag dann ernst werden würde.

Der Ladedruck war vorerst auf 1,2 bar eingestellt, was einer Leistung von ca. 300 PS am Hinterrad entspricht. Das Bike unter mir fühlte sich an wie ein Hengst, der lange im Stall gestanden hat und nun voller Herzenslust herum galoppieren konnte.

Da die 400 PS den Bridgestone-Hinterreifen infolge der Prüfstandsläufe doch schon sehr gezeichnet haben, wurde von meinem Mechaniker Lars für das Rennen am Sonntag nochmal ein neuer Reifen aufgezogen um die vollen 1,9 bar Ladedruck und damit die 400 PS am Hinterrad am Sonntag auf die Strecke zu bekommen.

Nun war es Sonntag und es ging an den Start. Die Veranstaltung von Peter Klein (SCC500 – Rolling 50) war durch die ca. 2500 Zuschauer trotz ungewisser Wetterprognose sehr gut besucht.

Ich war voll motiviert den Zuschauern eine super Show zu bieten. Ich fuhr mit meiner Turbo an die Startlinie und wartete auf den Startschuss. Doch nach den ersten Metern verspürte ich auf einmal einen abrupten Leistungseinbruch. Nicht vergleichbar mit der Leistungsentfaltung während der Tests am Vortag. Dabei hatte ich mich infolge der Ladedruckerhöhung von 1,2 auf 1,9 bar auf einen gewaltigen Leistungsschub vorbereitet.

Ich stellte dann auch jegliche weiteren Speedversuche ein, weil ich mich infolge des Leistungsverlusts der 300er Marke nur mühsamst nähern konnte. Doch was war die Ursache? Die Hayabusa im Serienzustand schafft die 300 km/h knapp - aber mit 400 PS sollte diese Marke problemlos gesprengt werden. Davon war ich allerdings weit entfernt.

Ich fuhr also wieder ins Fahrerlager und wartete zusammen mit Lars auf meinen Tuner Sebastian Scholz, in der Gewissheit er würde die Ursache schnell finden.

Als Sebastian mit seinem 230-PS-Monsterkart zurück ins Fahrerlager kam, schilderte ich Ihm direkt meine Eindrücke über das schlagartige Leistungsdefizit. Er zögerte nicht lange und fing dann unmittelbar an das Ladeluftsystem auf eventuelle Undichtigkeiten hin zu überprüfen.

Keine 5 Minuten später war die Ursache gefunden. Eine Schraubschelle des Ladeluftschlauchs hat dem Druck von 1,9 bar nicht standgehalten und war gerissen. Ein Pfennigartikel war also die Ursache für die fehlende Leistung. Kleine Ursache – große Wirkung !

Die Schlauchschelle wurde dann natürlich direkt getauscht, allerdings war keine passende Größe verfügbar und so musste improvisiert werden - aber jetzt goss es aus allen Rohren auf den „Dragstrip“. Sicherheitshalber unterbrach Peter Klein seine Beschleunigungsveranstaltung- immerhin waren auch Fahrzeuge mit bis zu 1500 PS dort am Start. Nach ca. 1 Std. schlossen sich die Himmelstore und die Sonnen verwandelte innerhalb einer weiteren Stunde die Landebahn wieder in einen nutzbaren Dragstrip.

Ich ließ mir aber dennoch sicherheitshalber etwas mehr Zeit – die Vierradfraktion waren feuchte Stellen relativ egal- aber bei meiner Turbo waren es maximal 12cm Auflagefläche, die Motorrad & Asphalt verbanden- da können feuchte Stellen bei 400 PS Brachialleistung tödlich sein…

Auf dem Hinweg zum Vorstart gab ich schon mal soviel Gas, dass der Turbolader seinen Dienst aufnahm- der Reifen jammerte laut und ich war mir sicher, wieder volle Leistung abrufen zu können.

Linke Bahn Mr. Hayabusa mit seinen400 PS- rechte Bahn ein Nissan-GTR mit 1400 PS.
Das war das Duell der Giganten, auf das sich die Zuschauer so gefreut hatten. Der Streckensprecher war echt aus dem Häuschen. Armin war genau der Richtige für so eine Veranstaltung- er brachte „Emotions“ wirklich rüber und informierte die Zuschauer mit seinem hintergründigen Fachwissen.

Ich signalisierte Armin, dass ich noch eine Leerfahrt vor dem Duell machen wollte- ich wollte die abgetrocknete Stecke fühlen und den Hinterradreifen nochmals erhitzen, denn die Wartezeit am Vorstart hatte die Aufwärmarbeit meines HSR- Reifenwärmers eliminiert- sprich: „er war temperaturmäßig nicht mehr im optimalen Betriebsfenster“.

Was dann passierte, ja das hatte ich vielleicht noch nie so intensiv gespürt. Ich saß auf einer SD-Performance-Rakete und in den ersten vier- ja vier Gängen !!! hob sich die Hayabusa wie ein Rodeopferd gen Himmel. Das alles passierte in einer irrwitzigen Schnelligkeit- ich hatte wirklich Mühe den Falken nicht abheben zu lassen und das SD-Performance-Geschoss auf dem Dragstrip zu halten…

Ich wünschte mein Tuner Sebastian Scholz von SD-Performance hätte in diesem Moment meine Augen strahlen sehen können!

Die Ziellinie im Auge bemerkte ich allerdings erneut einen Leistungseinbruch. Die zuvor provisorisch befestigte Schraubschelle für den Ladeluftschlauch quittierte den Dienst leider vorzeitig. Dennoch stand nach 1000 m eine Geschwindigkeit von 306 km/h auf der Uhr, womit ich fast gleichauf mit dem stärksten Auto (Porsche 9ff mit 1500 PS) des Tages war.

Ich fuhr zurück zum Start- dort wartete mein 1400 PS- Gegner…. aber er musste dann alleine loszaubern - ich fuhr dann mit 60 km /h wieder ins Fahrerlager.

Fazit: Die 1,9 bar Ladedruck erfordern offensichtlich stärkere Schlauchschellen um der Kraft standhalten zu können. Sobald diese montiert sind, geht es pfeilgerade in Richtung neuen SPEEDRECORD, denn die SD-Performance Turbo Hayabusa geht nach der Modifikation wie die Hölle.

Lieber Seb, lieber Lars, in Kürze rocken wir das Ding wieder….ich bin wirklich wieder guter Dinge nach dem ganzen Steuergerätefiasko…

Vielen lieben Dank vom Elmar




Bericht vom 59. Bremerhavener Fischereihafen-Rennen 2016

Der Himmel grollte

Es war so schön- Donnerstags vor dem Rennen in Bremerhaven- man konnte im Fischereihafen bei 25 Grad wirklich sonnen; doch die Wettervorhersage diagnostizierte für die nächsten Tage Sturm, Regen & Graupelschauer in biblischen Ausmaß.

Die Temperaturen fielen auf 9 Grad und wir Rennfahrer wussten nicht, ob Regenreifen oder doch Slicks die richtige Wahl bei dem freien Training Sonntagvormittag war, denn der Wind ließ die Strecke in Windeseile abtrocknen. Ich entschied mich für das Regenmotorrad und lag mit dieser Entscheidung so was von falsch.

Das erste Zeittraining war so im Prinzip mein erstes richtiges Rollout. Doch ich fühlte mich auf dem Motorrad nicht zuhause und ging somit nicht mit Gewalt auf die Zeitenjagd.

Mein Nacken macht mir diese Jahr durch den dreifachen Genickbruck enorm zu schaffen- es vergeht fast kein Tag, an dem ich keine Schmerzmittel nehmen muss. Deshalb habe ich auch in der Woche vor Bremerhaven mit meinem Lebensretter Dr. Marin Theis vom St. Willibrord Spital Emmerich-Rees telefoniert und ich werde nach Bremerhaven kurzfristig wieder zwei Tage nach Emmerich ins Krankenhaus gehen, damit der aktuelle Ist- Zustand analysiert wird, denn meine Kopf- Drehbewegungsmöglichkeit hat sich drastisch verschlechtert.

Somit fand sich Mr. Hayabusa auf Platz 25 wieder; das war bitter, aber ich wusste genau, wo ich im 2. Zeittraining mit vollem Einsatz noch 3-4 Sekunden holen würde. Mein Mechaniker Lars wusste, dass ich bei so einer Einschätzung in den letzten Jahren immer realistisch war.

Doch das zweite Zeittraining wurde in der 4. Runde abgebrochen, nachdem drei Fahrer Ende Start & Ziel miteinander kollidiert waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich erst eine Sekunde verbessern können, da ich keine freie Runde hatte, will ich immer auf Vordermänner auflief. Platz 24 stand somit fest- 6. Startreihe für Mr. Hayabusa.

Ich diskutierte mit Lars über meine Startvorhaben, mein Startplatz war rechts außen. Ich wollte aber beim Start richtig Plätze gut machen, aber auf keinen Fall ganz rechts aussen oder links aussen vorbeifahren, da die Gefahr bestand vom Konkurrenten in die Strohballen abgedrängt zu werden.

Da war es mir lieber beim Start gegebenenfalls „im Fluss“ mit einem Fahrer sich zu berühren…

Doch es kam alles anders:

Beim Start lief das Bike schon nicht zu 100 % richtig und es ging aus- der worst case.

Am Mittag hatte sich aus demselben Grund ein Massenunfall in einer anderen Klasse ereignet, weil einem Fahrerkollegen das Bike ebenfalls beim Start ausging und die nachfolgenden Fahrer ihn überfuhren. Alle Beteiligten wurden sofort ärztlich bestens versorgt, jedoch waren die Verletzungen bei einem der Verunglückten so schwer, dass er nachmittags im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Mein ganzes Mitgefühl gilt der Familie des Verstorbenen.

Deshalb war auch schon der erste Rennlauf für meine Klasse 1 abgesagt worden und jetzt so ein Scheiss…

Die letzten Fahrer waren schon die Startgerade runter verschwunden, als dann doch noch mein Bike ansprang und ich dem Feld mit „Schaum vor dem Mund“ hinterher hetzte.

Jedes Überholmanöver auf diesem engen Kurs ist eine Harakiri Aktion, bei der alles passieren kann.

Ich schnappte mir trotz spuckenden Motor fast jeder Runde zwei Gegner und war schon auf Platz 15, als das Bike gar nicht mehr Gas annahm und ich die Hand heben und aufgeben musste.

Der Streckensprecher hatte übers Mikrophon mich als „wahren Sportsmann“ mit meiner Aufholjagd gelobt, aber dann kam es doch zum DNF (=did not finish)

Ich gratuliere meinem Kollegen Thilo Günter zu seinem herausragenden Sieg – ihn kann ich definitiv nicht mehr halten. Thilo schwebt in seiner eigenen Liga.

Ich habe 3x die Fishtown Open gewonnen:
Das erste Mal im Jahre 1983 – mit einem Zweitakter – einer SUZUKI RG B – es war die EX- Reinhild Roth DM Maschine vom Nava -Kucera- Racing Team. Damit bin ich der älteste, noch aktive Sieger in der Fishtown-Open und aktuell mit 59 Jahren auch der älteste Teilnehmer in dieser Topklasse.

2003 bin ich dann wieder nach Bremerhaven zurückgekehrt- erstmals mit der LKM Suzuki Hayabusa und stand nach 20 Jahren Abstinenz als Dritter direkt wieder auf dem Treppchen.
Gesiegt habe ich mit der LKM Hayabusa 2006 und 2008.

Schon vor diesem denkwürdigen WE hatte ich beschlossen, im Jahre 2017 beim 60. Bremerhavener Fischereihafen- Rennen – übrigens werde ich dann auch 60 Jahre alt- dort das letzte Mal in der Top- Klasse- der Klasse 1 an den Start zu gehen.

Mein Körper lässt es nicht mehr zu auch nur an einen weiteren Sieg zu denken.
So werde ich mich 2017 endgültig von meinen Bremerhavener Fans in Würde verabschieden.

Das heißt jedoch nicht, dass Mr. Hayabusa sich nicht mehr auf`s Motorrad setzt.
Nur in Bremerhaven wird man ihn nicht mehr starten sehen…

Ihr könnt jedoch auf weitere Speedaktionen gefasst sein -
es sollen noch weitere Weltrekorde bei Mr. Hayabusa purzeln…

zu den Bildern ->



Breaking Newes vom 6. September 2015 - Neuer Geschwindigkeitsweltrekord für straßenzugelassene Motorräder ohne Verkleidung mit „naked bike“ LKM Suzuki B-King 295,5 km/h

(Zu diesem Pressetext kann ich auf Anfrage gerne hochauflösende Bilder zur Veröffentlichung bereitstellen: info@mr-hayabusa.de
Ebenso stehe ich zur Erstellung eines Filmbeitrages zur Verfügung. Elmar Geulen / Mr. Hayabusa 0172 / 24 66 038)

MR. HAYABUSA
Neuer Geschwindigkeitsweltrekord für straßenzugelassene Motorräder
ohne Verkleidung mit „naked bike“ LKM Suzuki B-King
295,5 km/h
BAB- A31 am 06.09.2015

Trotz meines 3fachen Genickbruchs in 2013 http://mr-hayabusa.de/mr_hayabusa_presse_und_tv_presseberichte_13.php habe ich nun am vergangenen WE meinen eigenen Geschwindigkeitsweltrekord von 283,4 km/h auf eine neue Bestmarke von 295,5 km/h hochschrauben können.

Aber gehen wir chronologisch vor:

Samstag, der 5. September 2015
Mittags habe ich aus aerodynamischen Gründen mit Gummianzug und 15 kg weniger Körpergewicht als in 2013 – einem nochmals von LKM - Hennes Löhr abgestimmten B-King-Hayabusa-Motor und mit zwei unabhängig voneinander wirkenden Meßsystemen von MEMOTEC die A1 bei Euskirchen zu letzten Testfahrten genutzt.
Natürlich war der Verkehr selbst samstags um die Mittagszeit nicht ideal für einen neuen Speedweltrekord- bei 279 km /h war dann auch auf der A1 berghoch Richtung Nettersheim Schluss.

Das Team war aber angesichts der oben genannten Vorbedingungen mit dem Ergebnis recht zufrieden. Jetzt wurde die Suzuki LKM-B-King in den Anhänger geschoben und der Wochenendtrip zur A31- konnte beginnen.

Wir waren stabsfeldmäßig ausgerüstet- mein Neoplan Skyliner Nightliner mit 5kw-Diesel-Generator sorgte für ein Rolling Home mit Stromversorgung auf dem A31-Parkplatz Kalter Bach. Der war nun unsere Basislocation für den anstehenden Speed-Weltrekordversuch.

Um ca. 19.00 Uhr streifte ich mir einen Schwimmanzug über, die B-King wurde proppevoll getankt und der S20 Evo von BRIDGESTONE waren bei noch abtrocknender Straße die beste Reifenoption. So konnte es losgehen - die Jagd auf einen neuen Speedweltrekord.

Im Gegensatz zu dem letzten Speedweltrekord für straßenzugelassene Motorräder, der 2011 auf einer Ex- Russenflugplatz -Landebahn mit 3000m und Lichtschrankenmessung stattfand, ging ich jetzt einen anderen Weg.
Weg von der Landebahn mit allen fünf Metern Dehnungstreifen mit Bitumenfüllung, die selbst einem Öhlins- Fahrwerk wirklich alles abverlangte. Hin zur BAB- der bundesdeutschen Autobahn. Die A 31 ist auf Grund Ihrer Streckenführung und vergleichsweise wenig Verkehr im Prinzip gerade dazu prädestiniert, einen Highspeedtest durchzuführen- es gibt dort keine Geschwindigkeitsbeschränkung, also „full gas“, aber immer mit dem Bewusstsein, keinen anderen zu gefährden- es herrscht die STVO!

Auch bei der Messung des Weltrekordversuches ging ich einen neuen Weg. Dabei ließ ich mich vom CEO der Firma memotec – Ulli Mesch beraten.
memotec Messtechnik ist in Motorsportkreisen seit 1995 ein Begriff mit ständig wachsender Bedeutung für Hersteller, Teams und Fahrer. Der stetige Drang zu neuen Technologien hat auch dazu geführt, dass sich das Leistungsspektrum von memotec Messtechnik längst nicht mehr nur auf den Motorsport beschränkt, sondern immer mehr von der Industrie genutzt wird, denn was im Motorsport gut ist, kann in der Industrie nicht schlecht sein.

Im Motorsport sind AIM und memotec heute in allen Bereichen unterhalb von Moto GP; Formel1, Indycar und LeMans fester Bestandteil für Fahrer, Teams und Veranstalter. memotec selbst beliefert und betreut 2015 folgende Automobilsportserien: TCR international, DTM, FIA F3, ADAC GT-Masters, VLN, Creventic 24h Series, 24h Nürburgring, ADAC F4, Audi TT-Cup, Toyota GT 86 Cup, Opel Astra OPC Cup u.v.a.m.
Großen Anteil an dieser Entwicklung hat der italienische Elektronikhersteller AIM Sportline, für den memotec Messtechnik seit dem ersten Tag Exklusivimporteur für den deutschsprachigen Raum ist. Die innovativen Produkte für Zeitnahme & Datenaufzeichnung haben die Mailänder inzwischen weltweit zum Marktführer gemacht. Neben den Produkten von AIM bietet memotec Messtechnik eine ganze Reihe weiterer Mess- und Prüfgeräte an.
Ich selbst vertraue seit mehreren Jahren auf die Messtechnik von memotec - auch bei meinen beiden SD-Performance Turbo- ayabusas sind AIM-MXG Dashlogger von memotec in Dienst.

Ulli Mesch schlug mir für meinen neuen Geschwindigkeitsrekordversuch eine 100 % genaue doppelte Geschwindigkeitsmessung mit zwei unabhängig voneinander arbeitenden AIM-Solo DL vor - doppelt gemoppelt hält besser!!
Ich sollte ihm dann nach dem Weltrekordversuch die zwei AIM-Solos direkt zusenden und memotec würde dann die zwei Geräte auslesen und den Maximumspeed dann auch dokumentenhaft schriftlich bestätigen.

Jetzt war ich auf der A31 und machte mit meinem aqua shere wetsuit Modell „Racer“ (der Name passte ja perfekt) von Aqua Lung GmbH eine möglichst windschlüpfrige Figur.

Ich möchte nicht wissen, was sich Autofahrer dachten, als ich als Rubber Duck diese… recht zügig überholte. Ich kam auf wiederum 279 km/h, dann war die LKM-B-King bei einer Sekundärübersetzung von 18:45 im Drehzahlbegrenzer.

Doch so schnell wie der Speed hoch ging, so schnell war auch der Tank leer- ich bekam ein Riesenproblem auf dem Weg zurück zu meiner Motorhome-Basis, dem BAB-Parkplatz Kalter Bach. In meiner Not um Sprit zu sparen, hängte ich mich in den Windschatten eines Pferdetransportanhängers und fuhr ca. 40 km in dessen Windschatten. Total durchfroren und bei einbrechender Dunkelheit erreichte ich meine Basisstation. Mein Genick schmerzte extrem ob der hohen cw-Wert-Belastung- ich musste für die Nacht schmerzstillende Tabletten einwerfen, denn am nächsten Morgen in der Früh um 8.00 Uhr stand der finale Weltrekordversuch an- mit einem möglichst „kleingefaltetem Elmar“.
Mein Hauptproblem seit meinem dreifachen Genickbruck in 2013 ist die Tatsache, daß ich, wenn ich mich auf dem Bike kleinmache, den Kopf nicht mehr so wie früher in den Nacken legen kann- Resultat- ich sehe nicht mehr viel von der Straße- primär blicke ich in Richtung Tank- echt no good!
Aber auch für diese Dilemma gab es Support von Spezialisten:
Deutschland-SHARK-HELMETs-Chef Stefan Piwek gab mir einen speziellen Shark-Helm mit einem nach oben hin erweiterten Sichtfeld - jetzt war auch die Straße wieder halbwegs in Sicht…

Meine beiden Freunde und Mechanikermeister Lars & Daniel rechneten dann kurz und die finale Übersetzung wurde abends noch auf 18:42 verlängert.

Sonntag, der 6. September 2015
Ich muss eingestehen, dass ich Sonntagsmorgen schon um 5.30 Uhr in der Früh wach war- normalerweise für mich noch Tiefschlafzeit- aber ich war trotz meiner langjährigen Rekord-Erfahrung aufgeregt.
Es standen doch einige Fragen im Raum:
Wie hält sich das Wetter?
Wie viel Verkehr ist am Sonntagsmorgen schon auf der A31?
Ist die LKM-Suzuki-B-King leistungsmäßig auch in der Lage bei einer Endübersetzung von 18:43 einen neuen Speedweltrekord aufzustellen- geht der bärenstarke LKM- Motor auch mit dieser Übersetzung bis in den Drehzahlbegrenzer?
Was macht meine Achillesferse - der Nacken?

Doch als ich dann im Neoprenanzug auf der B-King saß und meine beiden Mechaniker rituell per Hand abklatschte, da war ich wieder der Alte. Fokussiert auf mein Vorhaben, war ich nun wie in einem Tunnel - go for it!

Die A31 war um 8.00 Uhr fast alleine mein, die Straße war trocken und mein Nacken hatte sich zumindest erholt. Dann ging es auch recht schnell – ich konnte sowohl in Richtung Emden als auch in der Gegenrichtung Oberhausen beide Male denselben Speed von 295 km/h erreichen.
Das Mr. Hayabusa-Team feierte dann den NEW WORLD RECORD so gegen 9.30 Uhr morgen ohne Champagner- auch mal was Neues- in einem nahegelegenen McDonald mit Ham & Egg.

Ich möchte aber an dieser Stelle nachhaltig darauf hinweisen- seid nicht so „zielorientiert“ oder besser ausgedrückt so „verrückt“ wie Mr. Hayabusa und nutzt beim Motorradfahren echte Schutzkleidung- das mit dem „Gummianzug“ ist im Grunde sträflich und dumm, aber ich wollte unbedingt -koste was es wolle- meinen neuen Speedweltrekord.
Ich danke dem Herrgott, daß er noch einmal schützend seine Hand über mich gehalten hat. Ich werde in spe solche kranken Aktionen definitiv nicht mehr machen. VERSPROCHEN.
Stattdessen freue ich mich in spe, wenn ich wieder meine Skill Skin optimierte & maßgeschneiderte & Held-„Ritterrüstung“ anziehen kann - das ist wieder ein echtes Gefühl von Sicherheit.

Noch eine wichtige persönliche Anrede an meinen Freund & Lebensretter Dr. Martin Theis vom St. Willibrord-Spital in Emmerich:
„Lieber Martin, natürlich bist Du derjenige, der es mir erst ermöglicht hat, nach meinem dreifachen Genickbruch überhaupt weiterleben zu können und mich jetzt wieder am Limit bewegen zu können. Ohne Dich und Deine Kunst wäre ich mit Sicherheit jetzt im Rollstuhl. Das werde ich Dir nie vergessen, mon ami.“

Dank an die Suzuki Deutschland GmbH; Dank an mein Mr. Hayabusa-Dream-Team, Dank an meine Sponsorpartner, explizit möchte ich an dieser Stelle „Engineering Artistry“ erwähnen.
Danke Euch Gylua & Peti für Euren bedingungslosen Support - ich hoffe in 2016 mit Euch auf weitere Höhepunkte in meinem Racerleben.

Diesen Weltrekord widme ich hiermit einem wertvollen Menschen,
der im Moment einen harten & steinigen gesundheitlichen Weg beschreitet.
Mario, mein Freund, sei stark und kämpfe Dich zurück –
ich weiß, Du schaffst auch diese schwere Hürde in Deinem Leben.




4. Mr. Hayabusa-Newsletter 2015

Das Jahr 2015 hat dem Team Mr. Hayabusa einige Stolpersteine in den Weg gelegt.

Nach dem unverschuldeten Crash beim 58. Bremerhavener- Fischereihafen- Rennen mit anschließendem Brand der LKM Suzuki- Hayabusa ging es als nächstes nach Mettet/ Belgien. Dort liegt eine wunderschöne, kleine permanente Rennstrecke , die sogar eine Corkskrew- Corner wie in Laguna Seca / USA beheimatet.

Dort fand am 4. Juni das Dunn- Superbike- Rennen statt; im Kampf um Platz 3 hatte ich auf diesem Kurs mit extremen Schräglagen schon meinen Lichtmaschinendeckel so durchgeschliffen, dass ich nach dem Training die Karbonabdeckung erneuern musste. Dann beim Rennen hat es mich im Eifer des Gefechtes recht hart getroffen- durch das erneute Aufsetzen des Limadeckels rutsche ich in voller Schräglage übers Vorderrad weg und ein mehrfacher Überschlag im Kies war die Quintessenz.

Jetzt war mal wieder „schrauben“ angesagt; aber nach einer guten Woche stand die LKM- Hayabusa 1460 wieder wie neu da. Die Öhlins- Gabel hat übrigens Klaus Thiele von KTS - Klaus Thiele Suspension wieder heile gemacht- ein Freund aus alten Renntagen www.kt-suspension.de

IDM Nürburgring Juni 2015
Am 13/14. Juni war ich vom Max Neukirchner zum IDM- Lauf am Nürburgring eingeladen. Max hatte mich nach meinem Abschuss im Zeittraining beim Bremerhavener Fischereihafen- Rennen in meinem Bus besucht und mich mental wieder aufgerichtet und zum Nürburgring eingeladen. Dank des Fahrerlagerchefs der IDM- Klaus Watzlawek - hatte ich für meinen Neoplan Skyliner Nightliner sogar einen megatollen Platz im Fahrerlager.
Alles war schön- das Wetter, die Atmosphäre und es gab besten Rennsport.
Nach dem Start der IDM- Superbike war Max der Beste - Platz1.
Doch Reitenberger überholte ihn und nach 2/3 des Rennens war Max plötzlich nicht mehr auf den Monitoren zu sehen. Er war gestürzt- (aber nur so viel dazu- es war KEIN Fahrfehler) - und hatte sich schwer verletzt.
Seine Freundin Stefanie informierte mich kurz danach über seinen Verletzungsgrad - Oberschenkelhalsbruch!
Für mich war in diesem Moment der Sonntag gelaufen...
Am darauffolgenden Mittwoch telefonierte ich mit Max und wollte ihn abends im Adenauer Krankenhaus besuchen; aber... er war schon Richtung Heimat unterwegs... jetzt ist er wieder zuhause und kann sich nun wieder von dem Arzt seines Vertrauens weiter behandeln lassen.

Max, ich wünsche Dir von Herzen eine schnelle Genesung und wie hast Du zu mir gesagt: "wir schauen nach vorne und nicht zurück".
Du bist ein grandioser Kämpfer- no mercy- go for it, mein Freund!
Link zu den Bildern: http://mr-hayabusa.de/mr_hayabusa_events_und_termine_rennen_150613.php

Race Track Mettet/ Belgien mit Dunn–Racing
Am 18. Juli war ich aber wieder mit Dunn-Racing in Mettet/Belgien und habe dort wieder viel Fahrspaß erleben dürfen - das sieht man förmlich den Bildern an - siehe Link http://mr-hayabusa.de/mr_hayabusa_events_und_termine_rennen_150718.php
Etwas Besonderes ist aber dort passiert: ich habe erstmals mein „MONSTERKART“ Probe gefahren: Hier ist der Name Programm: 160 PS- Vierzylinder – Viertaktmotor rechts neben mir... Erst einmal musste ich mich an kuppeln, schalten und bremsen gewöhnen... aber nachdem Manfred Täsler - ein Profi-Kartfahrer aus Euskirchen - einen Umbau an der Pedalerie des Karts vornahm, war die Ergonomie entsprechend meinen Füßen optimal angepasst und Zweiradmechanikermeister Jan Chercka aus Köln-Porz überarbeitete die Vergaseranlage- jetzt läuft das Geschoss wirklich perfekt. Danke Euch, Jan und Daniel...

Überraschungen im Leben ist wie das Salz in der Suppe...
Am 20+21. Juli 2015 war ich zu dem Perfektionstraining auf dem Nürburgring- Nordschleife zwei Tage lang eingeladen. MOTORRAD- Europa`s größte Motorradzeitung hatte unter Federführung von Matthias Schröter ein Perfektionstraining organisiert.
Chef-Instruktor Alois Tost- jedem echten Biker aus seinen legendären Langstrecken- WM-Zeit noch nachhaltig in Erinnerung- hatte die Creme de la Creme als Kollegen:
Arne Tode, Mütze Muzsnai, Frank Heidger, Detlef Karthin, Gerorg Jelicic...to much to list.

Holger Aue & die Nordschleifenlegende Helmut Dähne waren als echte VIP`s ebenfalls mit Ihren Bikes aktiv präsent.
Ich war noch nie bei einem MOTORRAD Training auf der Nordschleife; aber wie diese Truppe von MOTORRAD das zweitägige Event in einer nicht zu überbietenden Perfektion gemanagt hat, ringt mir wirklich Respekt ab. Da merkt man schnell, dass MOTORRAD seit Jahren, ja seit Jahrzehnten im diesem Metier eine feste Größe im Trainingskalender ist.
Mein persönliches Highlight aber war eine Einzelrunde mit Helmut Dähne & seiner Nordschleifen-Rekordmaschine, der Eckert Honda RC 30.
Ich kenne Helmut seit meiner Jugend- seit dieser Zeit habe ich schon seine rote Kombi mit den weißen Streifen in Erinnerung; und jetzt fahre ich ihm eine Runde hinterher- mit meinem Rekordbike- der LKM-Suzuki-B-King- dem schnellsten straßenzugelassenen „naked bike“ der Welt.
Trotz bestimmt 50 PS Mehrleistung war ich mir bewusst, dass, wenn ich Helmut auch nur 20m zwischen uns beiden Raum lassen würde, würde ich es nicht mehr schaffen, diesem 70-jährigen Hero auf den Fersen bleiben zu können….also blieb ich immer ca. 5-max. 10m an Helmut Dähne dran. Bewundernswert, wie dieser Genialist im „old school style“ die Nordschleife niederringt.
Nein, eigentlich sah es spielerisch aus, der Mann bewegt sich fast gar nicht auf dem Bike, no „hanging off“ wie ich es vorziehe. Doch den Speed, den Mr. Nordschleife zelebrierte, ließ meine B-King (mit LKM-Hayabusa-Motor) an Stellen das Vorderrad heben, an denen ich vorher überhaupt nichts gemerkt hatte.
Ja, so ein Zugpferd, besser Zug-Hengst ist mit seinen 70 Lenzen schon einmalig. Helmut hat auch schon mehrere Rücken-OP`s hinter sich, geht gebeugt, aber beim Fahren sieht man ihm überhaupt keine körperlichen Beschwerden an.
Helmut, ich danke Dir von Herzen für ein echtes Highlight meines Daseins.
Elmar Geulen / Mr. Hayabusa
PS: natürlich danke ich auch dem Dorinth- Hotel für zwei Übernachtungen, bei denen ich mein Rolling Home, den Neoplan Skyliner Nightliner nicht vermisst habe.
Diese zwei schönen Tage habe ich aber letztendlich einem guten Freund zu verdanken - Uwe, ich danke Dir...
Bilder vom Perfektionstraining am 21. Juli
http://mr-hayabusa.de/mr_hayabusa_events_und_termine_rennen_150721.php

30.07.2015-Mr. Hayabusa & das erste Cruisertraining auf dem GP-Kurs des Nürburgringes!
Der Nürburgring war auch beim nächsten Event wieder als Location angesagt- jetzt war es aber der Grand-Prix- Kurs des Nürburgringes. Am 30.Juli 2015 fand dort das erste Cruisertraining Europas statt. Dunn-Racing hatte drei Turns a 20 min beim Abendtraining für die Cruiser-Fraktion geblockt.
20 mutige Frauen & Männer hatten sich bei etwas nassen Bedingungen (typisches Nürburgring-Wetter…) dort eingefunden und nach Theorie & Snacks ging es auf die Piste- alle hatten doch noch Ihren Fahr- Spaß, haben was von meinen „10 goldenen Regeln für den Cruiserfahrer“ umsetzen können und abends ging es dann noch zum Dorinth in die legendäre Cockpitbar ; dort wurde gefachsimpelt und natürlich die eine oder andere Kaltschale geleert und zum Abschluß erhielt jeder Teilnehmer seine Urkunde von mir.

Public Race Days & Nitrolympics auf dem Hockenheimring 07.-10.08.2015
Tja, und dann kamen die Pubilc Race Days und die Nitrolympics – beides am Hockenheimring beheimatet - auf den Rennkalender.
Die Pubilc Race Days am 1.+2. August sind quasi Test & Tune Läufe für die Teilnehmer der Nitrolympics, der größten Dragsterveranstaltung = 1/4 Meile-Rennen außerhalb der USA (dem Heimatland des Beschleunigungsrennes) Aber es können sich dort auch Otto-Normalverbraucher mit Ihrem Bike oder eigenen KFZ auf zwei Bahnen Ihr eigenes Beschleunigungsrennen liefern; was dann auch riesig frequentiert wurde.
Nur der Elmar fehlte - und das ausgerechnet auch bei den 30. Nitrolymics:
Sebastian Scholz, Inhaber von SD- Performance hat sich seinen eigenen Prüfstand in Eislingen eingerichtet und meine beiden Turbo-Hayabusas auf dem Prüfstand optimiert. Dabei stellte er an meiner 400 PS-Turbo Probleme fest; dies bewahrheitete sich bei der Demontage des Motors - zwei Kolben waren beschädigt. Somit musste der Motor wieder neu aufgebaut werden - jetzt habe ich wieder neue handgeschmiedete Wössner-Kolben und andere Steuergeräte.

Leider wurde Sebastian seitens der Stadt der Weiterbetrieb seines Prüfstandes untersagt, weil sich ein Nachbar in seiner Ruhe gestört fühlte... jetzt muss Seb erst einmal wieder eine neue „Location“ für seinen Prüfstand suchen; dies ist aktuell sehr schwierig, geeignete Räumlichkeiten zu finden, die Prüfstandsmessungen auch auf Dauer erlauben.
Erst dann können wir die 400 & 500 PS- Turbo auf dem Prüfstand abstimmen & finalisieren. ...und neue Speedweltrekordversuche starten.
Aber wie heißt es so schön: „Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben“... smile
Aber meine Weltrekordbike ohne Verkleidung ( naked bike)- die LKM- Suzuki B-King ist nochmals von meinem Guru Hennes Löhr(www.lkm.de ) in Philipp-Wachtberg/ Bonn überarbeitet worden und steht nun in den Startlöchern for a new world record.
Eigentlich ist der September der beste Monat im Jahr für solch einen Weltrekordversuch, da die Temperaturen nicht mehr so hoch sind; denn bei hohen Außentemperaturen verliert jeder Motor an Leistung, weil sich der Sauerstoffgehalt in der Luft dann reduziert.

Schauen wir also optimistisch in die ganz nahe Zukunft...

Es grüßt Euch herzlich
Elmar Geulen / Mr. Hayabusa

PS: im nächsten Newsletter werde ich u.a. noch über den SPORT1 TRACKDAY vom 23. August am Nürburgring berichten- dort ist Mr. Hayabusa erstmals auf vier Rädern unterwegs gewesen...




Mr. Hayabusa-Newsletter Juni 2015

Was haben das Bremerhavener Fischereihafen- Rennen und der US- Staat Missouri gemeinsam?
http://mr-hayabusa.de/mr_hayabusa_events_und_termine_rennen_150524.php
(Bildergalerie hierzu – bitte Link anklicken)

Das 58. Bremerhavener Fischereihafen-Rennen begann mit einem Paukenschlag: die Rennstrecke wird nach ja einem Todessturz in 2013 jedes Jahr nochmals auf Sicherheitsmängel seitens der obersten Motorsportbehörde- dem DMSB (Deutscher Motorsport Bund ) überprüft. In diesem Zusammenhang werden auch jedes Jahr zwei Schikanen montiert, um den Highspeed auf zwei Geraden einzubremsen. Im Prinzip eine gute Sache.
Doch bei der zweiten Schikane hatten die DMSB – Macher zu viel des Guten inszeniert. Nach einer langen Geraden speziell nach dem Start, wo 35 Fahrer mit Highspeed auf diese Schikane im Pulk angerauscht kommen, wurde die Schikane so aufgebaut, dass nur EIN Fahrer mit c. 30 km/h dieses Nadelöhr passieren konnte. Bei Ansicht dieser Schikane wusste ich schon vor dem Fahrermeeting am Samstagabend, dass hier eine unkalkulierbare Horrorcrashsituiation geschaffen worden war: wenn ein Fahrer im Mittelfeld seinen Bremspunkt zu optimistisch gewählt hätte, würde er quasi auf den gesamten Fahrerpulk auffahren und es würde zu einem Massencrash führen.
Als Fahrersprecher wies ich bei der offiziellen Fahrerbesprechung den DMSB- Rennleiter auf diese unhaltbare Situation hin und bat dringendst um Entschärfung dieser Schikane hin. Doch der DMSB ignorierte schlichtweg unsere Fahrerbedenken und hielt an der Streckenführung fest.
Das freie Training der Topklasse- der Fishtown Open- wurde dann auch mittels eines Fahrers als Marshal durchgeführt. Das bedeutete, daß ich als erfahrener Pilot vorneweg fuhr - den Speed bestimmte und nicht vom Fahrerfeld überholt werden durfte.
Nach diesem freien Training und mehreren Stürzen im Schickanenbereich setzten sich die Topfahrer zusammen und wir beschlossen, dem Rennleiter mitzuteilen, daß wenn die Streckenführung in der zweiten Schickane nicht geändert werden würde, die Fahrer nicht zum Zeittraining & den zwei Rennläufen an den Start gehen würden.
Auf einmal wurden wir Fahrer ernst genommen und die zweite Schikane wurde so geöffnet, daß in der ersten Rennrunde es nicht zu Staus vor der Schikane kommen konnte. Alles war wieder gut. Nur schade, dass die Verantwortlichen des DMSB erst einmal die berechtigten Fahrerbeschwerden schlichtweg ignoriert hatten. Aber hier waren sich die Fahrer unisono einig, sodass wir als Protagonisten eine gemeinsame Macht waren.
Beim 1. Zeittraining war ich in der 3. Runde unterwegs, als ein Liechtensteiner Suzuki- Fahrer, dem ich jedes Jahr unter meiner QUICKUPTENT-Zeltlandschaft „Asyl“ gewähre, sich beim Einbiegen in eine enge 120 Grad-Rechtskurve noch innen an mir vorbei vorbeipressen wollte.
Es war eine Harakiri-Aktion ohne Sinn & Verstand, aber wenn ein Fahrer sich entschlossen hat, innen reinzustechen, kann er diese Entscheidung nicht mehr zurücknehmen. Adi ging die Straße aus und er fuhr einfach geradeaus und erwischte mich mit seinem Hinterrad noch an meinem einbiegenden Vorderrad. Natürlich wurde ich vom Motorrad geschleudert – Rennsprit trat aus und entzündete sich auf dem Asphalt. Es sah übel aus mit meiner LKM- Hayabusa.
Ich bin dann zu Fuß zu wieder ins Fahrerlager gegangen - mit Sturzhelm und geschlossenem Visier, damit ich nicht aus ersten Emotionen was Falsches sagen konnte.
Für mich war in diesem Moment in meinen Augen das komplette Rennwochende vorbei, da ich gesehen hatte, wie zerstört die Hayabusa aussah.
Echt betroffen saß ich vor meinem Bus, als Max Neukirchner www.max-neukirchner.de zum mir kam und mich fast 15 Minuten lang wieder aufgebaut hat- Motto : „thats racing“ und Racing ist unkalkulierbar, wen Menschen im Spiel sind.
Dann nach ca. einer Stunde kamen meine Mechaniker mit dem verunglückten Bike- der Besenwagen hatte noch zwei andere Trainings abwarten müssen, bis mein Bike wieder Richtung Fahrerlager gebracht werden konnte. Superbike- Lenker war wie der Bremszylinder mit Ausgleichsbehälter abgerissen; die Verkleidung war natürlich eingerissen und verschrammt, Fußraste abgebrochen, Karbonvorderrad war beschädigt und natürlich war der Akrapovic- Auspuffendtopf deformiert.
Never give up - meine beiden Suzuki-Mechaniker entpuppten sich als echte Werksmechaniker - innerhalb von 45 Minuten bis zum zweiten Zeittraining stellten sie mir meine LKM-Hayabusa mit geschenktem Ersatzlenker von Fahrerkollege Thilo Günther fahrfertig wieder hin- eine Mechanikerleistung par excellence!!! An dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an Laui & Lars.
Ich platzierte mich unter den 42 zum Training zugelassenen Fahrern auf dem 15. Platz - mir fehlte ein ja fast das komplette 1. Zeittraining und im zweiten Zeittraining hatte ich immer wieder das Problem, daß ich keine freie Runde fahren konnte, da ich immer wieder auf langsame Fahrer auffuhr. Somit musste ich nun beide Rennläufe vom 15. Startplatz aus im Angriff nehmen. Im ersten Rennen fuhr ich in dem 10 Rundenrennen auf den 7. Platz. Doch zwei Runden vor dem Ziel kam ich kurz von der Strecke ab und verlor ca. 8 Sekunden, sodaß mich ein Fahrer noch vom 7.ten auf den 8. Platz verdrängte.
Im zweiten Rennen wollte ich nun mit aller Kraft noch weiter vorne und hatte auch meinen Mechanikern dies auch mit einem kompromisslosen Start angekündigt. Ich kann mit der bärenstarken LKM- Hayabusa aus dem zweiten Gang starten und mache dadurch meist auch zwei Startreihe gut. So der Plan.
Die Realität sah dann leider anders aus- beim Start trennte die Kupplung nicht richtig und mein Motor ging aus – DER Albtraum, denn hinter mir waren noch 5 Fahrerreihen, die trotz meiner direkt erhobenen Hand an mir vorbeikommen würden???
Alle schafften es an mir vorbeizukommen und die gesamte Fahrermeute war schon die Start & Zielgerade weg, als ich mit Schaum vor dem Munde nachstartete. Doch die Zuschauer peitschten mich mit Ihrem Beifall nach vorne - innerhalb einer Runde überholte ich 4 Mann und nach 8 Runden (der zweite Rennlauf wurde aus Zeitplanverspätung um zwei Runden gekürzt) hatte ich 10 Fahrer überholen können und war aber trotzdem nur 21ter!!!

Abends ging es dann wie jeden Tag zum Fischereihafen ins Restaurant Reinhard`s

Bei einem Weizenbier und leckerem Fisch wurde meine Laune wieder besser- ja …. ich hatte sogar Grund wieder zu lachen: eine junge Frau so um die 22-23 Jahre alt stand an einem Tisch uns gegenüber auf und bat mich in englisch von dort aus um ein Autogramm- eigentlich nichts Ungewöhnliches- schon mal gar nicht im Bremerhaven…
Ich antwortete Ihr, dass ich im Reinhard`s ja noch länger anwesend sein würde und Ihren Wunsch sehr gerne später erfüllen würde.
Die Eltern der jungen Frau waren eine Amerikanerin und ein Bremerhavener- beide waren bewußt zu Pfingsten nach Bremerhaven gekommen und.. …hatten Ihre Tochter mitgebracht.
Als ich an Ihren Tisch ging, bemerkte ich, daß die junge Dame die ganze Zeit am Weinen war. Sie schluchzte und konnte sich nicht beruhigen….derweil Ihr Vater in deutsch mir mitteilte, daß ich als Mr. Hayabusa eine ganz besondere Rolle im Leben Ihrer Tochter spiele. Sie hätten jahrelang von Mr. Hayabusa erzählt, und so sei ich letztendlich dafür verantwortlich, daß Ihre Tochter nun den Motorradführerschein in den USA gemacht habe und eine kleine 300er Suzuki Ihr Eigen nenne und Sie nun alle Drei in Bremerhaven seien.
Ich musste auf Ihr T Shirt mein Signum verewigen – sie weinte noch immer emotional , weil Ihr Mr. Hayabusa an Ihrem Tisch stand- unglaublich, Sie hatte einen regelrechten Heulkrampf und konnte sich nicht beruhigen lassen. So etwas hatte ich in all meinen Rennfahrerjahren weltweit noch nicht erlebt. Ich schenkte Ihr an Ihrem Tisch noch meine eigen MR. Hayabusa –Sonnenbrille, die ich auf dem Kopf trug. Ich herzte Sie und war & bin echt beeindruckt, welchen Stellenwert Mr. Hayabusa bei dieser jungen Dame aus Missouri / USA hat.
Somit verabschiedete ich mich von einer Woche Bremerhaven nach sportlichen Tiefschlägen, aber auch mit einem emotionalem Hoch, denn solche Momente kann man(n) sich nicht kaufen...

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen - so ging es zwei Wochen später nach Mettet/Belgien.
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Dort veranstaltete Dunn-Racing ein zweitägiges Renntraining mit anschließendem Superbike-Rennen. Diese kleine, aber feine permanente Rennstrecke in der Nähe von Namur ist war für meine Hayabusa nicht direkt optimal, aber ich mag die Streckenführung und Ihre extremen Schräglagen beispielsweise in der 3 in1 Kurve. Beim Kampf um Platz 3 übertrieb ich es mit der LKM-Hayabusa – ich hatte schon die ganzen zwei Tage mit dem Lichtmaschinendeckel aufgesetzt und hatte so schon die Carbon- Abdeckung durchgeschliffen und noch provisorisch mit Heißkleber zum Rennen „optimiert“…
Resultat- ich setzte wider mit dem Limadeckel auf und mir rutsche das Vorderrad weg- ein Sturz war unvermeidbar. Meine neue Skill Skin-Kombi litt enorm und auch die Hayabusa verabschiedete sich mit dreifachem Überschlag in s Kiesbett.
Aber man muss immer etwas Positives aus Negativem ziehen: jetzt mussten die komplette Karbonverkleidung & Höcker und erneut der Superbike-Lenker nebst Akrapovic- Auspuff und Schaltung erneuert und die Öhlins –Gabel repariert werden- Dank an Klaus Thiele von KT-Suspension. ER gab mir schnellen Öhlins-Support...

Somit erstrahlt jetzt meinen LKM-Hayabusa 1460 wieder im neuen Design - der Falke ist wieder neu geboren - Dank an Werbetechník–Linnartz, der es immer wieder schafft, den Falken als Foliendruck ohne Einschnitte auf die Verkleidungsnase zu folieren. Eine echte Kunstarbeit, lieber Frank Linnartz!!!

Im Juni ging es dann am 13.+14.06. noch zur IDM (Internationale Deutsche Meisterschaft Superbike) zum Nürburgring.
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Dorthin war ich vom Max Neukirchner www.max-neukirchner.de eingeladen. Max hatte mich nach ja meinem Abschuß im Zeittraining beim Bremerhavener Fischereihafen- Rennen in meinem Bus besucht und mich mental wieder aufgerichtet und zum Nürburgring eingeladen. Dank des Fahrerlagerchefs der IDM- Klaus Watzlawek - hatte ich für meinen Neoplan Skyliner Nightliner sogar einen megatollen Platz im Fahrerlager. Alles war schön- das Wetter, die Atmosphäre und es gab besten Rennsport. Nach dem Start der IDM- Superbike war Max der Beste – Platz 1.
Doch Reitenberger überholte ihn und nach 2/3 des Rennens war Max plötzlich nicht mehr auf den Monitoren zu sehen. Er war gestürzt- (aber nur so viel dazu- es war KEIN Fahrfehler) - und hatte sich schwer verletzt. Seine Freundin Stefanie informierte mich kurz danach über seinen Verletzungsgrad - Oberschenkelhalsbruch!
Für mich war in diesem Moment der Sonntag gelaufen...
Mittwochs drauf telefonierte ich mit Max und wollte ihn abends im Adenauer Krankenhaus besuchen; aber.....er war schon Richtung Heimat unterwegs.
jetzt ist er wieder zuhause und kann sich nun von wieder von dem Arzt seines Vertrauens weiter behandeln lassen.
Max, ich wünsche Dir von Herzen eine schnelle Genesung und wie hast Du zu mir in Bremerhaven gesagt: "wir schauen nach vorne und nicht zurück".
Du bist ein grandioser Kämpfer- no mercy- go for it, mein Freund!
Dein alter Haudegen Elmar Hayabusa Geulen




Mr. Hayabusa-Newsletter Mai 2015

Liebe Mr. Hayabusa -Fans, Partner & Sponsoren

Mr. Hayabusa & das 58. Bremerhavener-Fischereihafen- Rennen – das „Klein Monaco“ des Nordens

Mr. Hayabusa hat schon seinen Neoplan geputzt und fährt am Mittwoch dieser Woche nach Bremerhaven; dort findet zum 58.Mal das legendäre Bremerhavener Fischereihafen- Rennen zu Pfingsten statt. Die Zeittrainings sind Pfingstsonntag und die zwei Rennläufe sind am Pfingstmontag.
Heute hat Mr. Hayabusa seine LKM-Hayabusa bei seinem Freund & Tuner Hennes Löhr (LKM) abgeholt; dort sind beiden LKM-Rennmaschinen sind noch einmal von Hennes auf dem Prüfstand durchgecheckt worden und jetzt warten die Pferdchen schon ungeduldig auf Ihren Galopp in Bremerhaven.

Doch die Saison begann natürlich schon früher mit der Messe MOTORRÄDER- DORTMUND (03-06.03.2015)

Link zu den Bildern von der "Motorräder Dortmund"(03.-06.03.2015)
http://mr-hayabusa.de/mr_hayabusa_events_und_termine_promotion_150305.php

507 Aussteller auf 36.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, verteilt auf fünf Hallen, und 96.000 Besucher, die in die Westfalenhallen strömten – das ist die Bilanz der 30. Auflage der Messe „Motorräder“.
Mr. Hayabusa war mit seiner 400 PS- starken Weltrekord- Suzuki von SD- Performance vier Tage lang mitten im Geschehen- präsent auf dem riesigen SUZUKI-CLUB- Messestand an exponierter Stelle in Halle 6. Autogramm- Signieren & „Selfies“ waren seine permanente Hauptbeschäftigung.
Elmars persönliches Highlight war aber der nicht unerwartete Besuch von seinem Lebensretter Dr. Martin Theis und seinen Bikerfreunden- spontan wurde dann die eine oder andere Kaltschale geleert...
Der Suzuki Club feierte Samstags dort sein 10 jähriges Jubiläum... Suzuki-Club-Präsident Alex Jolig bekam dort eine wunderschöne (und leckere) Torte überreicht, die natürlich vom Team & Clubmitgliedern neutralisiert wurde... hmmmm - hat die geschmeckt.
Merkt Euch schon mal für 2016 einen Besuch auf der Messe „MOTORRÄDER“ in Dortmund; da muss man(n) dabei sein...

2013 erlitt ich in Bremerhaven einen dreifachen Genickbruch und musste langwierig Op’s und jede Menge Schmerzen aushalten - aber dank Dr. Martin Theis aus Emmerich bin ich noch immer in der Lage mich auf`s Bike zu setzen. Klar ist aber auch, daß es nie mehr so wird wie vor dem Horrorsturz.
Am 09.April 2015 diesen Jahres war ich auf dem GP Kurs des Nürburgringes und habe erstmalig wieder versucht mit Stummellenkern meine LKM-Hayabusa mit 1460ccm rennmäßig zu bewegen; aber nach drei Turns habe ich aufgeladen - ich bin nicht mehr in der Lage, den Nacken so anzuheben um mit Stummellenkern in die Kurve zu schauen.

Link zu den Bildern Renntraining GP-Kurs Nürburgring 09.04.2015
http://mr-hayabusa.de/mr_hayabusa_events_und_termine_rennen_150409.php

Never give up - somit hat mein Mechaniker die LKM-Hayabusas wieder auf Magura-Superbikelenker umgebaut und dann ging es die Woche drauf am 16.04.2015 nach Mettet in Belgien.
Dort ist eine kleine, aber echt geile Rennstrecke und... ich hatte... mit dem Superbike-Lenker wieder Spaß ohne Ende….Bilder sagen mehr als Worte!!!!
Das alles habe ich natürlich primär für eine gute Performance für Bremerhaven inszeniert.

Link zu den Bildern Renntraining Mettet/Belgien - 16.04.2015
http://mr-hayabusa.de/mr_hayabusa_events_und_termine_rennen_150416.php

Mythos "Münch-Mammut"
Am 26/27. April begab sich Mr. Hayabusa nach Florstadt/ Frankfurt
Die Münch-Gemeinde gedachte dem am 27. April 2014 verstorbenen Friedel Münch. Jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr stand der Saal Lux im Zeichen eines deutschen technischen Kulturgutes. Der begnadete Nieder-Florstädter Motorradbauer Friedel Münch erschuf 1964 mit seiner "Mammut" das erste Big-Bike der Motorradgeschichte und beeinflußte damit den Motorradbau weltweit. Seine Erfindungen sind legendär, seine Motorräder bis heute ein Mythos. Einige Original-"Mammuts" waren ebenso in der Ausstellung zu sehen, wie eine Bilderausstellung, die das Lebenswerk von Friedel Münch von Anfang an zeigte. Als Wertschätzung an sein Idol Friedel Münch war Mr. Hayabusa mit einer seiner Weltrekordmaschinen als Gast vor Ort!

Link zu den Bildern Münch Jahrgedächtnis - 26./27.04.2015
http://mr-hayabusa.de/mr_hayabusa_events_und_termine_promotion_150425.php

Alpha & Omega
Bremerhaven`s Fischereihafen-Rennen habe ich erstmalig 1983 -natürlich auf Suzuki ( mit 500er Vierzylinder- Zweitakter) bestritten und gewonnen & danach mit der LKM-Hayabusa noch mal 2006 & 2008 (mit abgerissenem Bizepsmuskel !)
1983 der Start in Bremerhaven war nach 7 Jahren Moto- Cross mein allererstes Rennen ohne Stollen.
Wenn der liebe Herrgott es erlaubt, werde ich jetzt noch zweimal in Bremerhaven starten und..beim 60. Fischereihafen-Rennen mit 60 dort mein letztes Rennen bestreiten.

Ich bin mit aktuell 58 Jahren & trotz meines „Handicaps“ noch immer Willens diese Jahr zwei neue Geschwindigkeitweltrekorde für straßenzugelassene Motorräder aufzustellen - mit und ohne Verkleidung. Dazu habe ich mit Sebastian Scholz (Inhaber SD-Performance) einen neuen Traumpartner für meine zwei Turbo-Hayabusas (1x400PS & 1x 500 PS) gefunden.
Mit seinem Top-Support will ich in 2015 die 350 km /h Marke überschreiten.
Dazu sind aber noch mal Stummellenker nötig - das ist aber auf einer Geraden eines Flugplatzes machbar, weil ich eine Spezial-Verkleidungsscheibe nutzen werde, die als „Bubble“ nicht so flach wie die Serie ist und es nur geradeaus geht... smile
Ihr werdet von mir hören - so oder so.

Euer Mr. Hayabusa Elmar Geulen

PS: Ich bin stolz einen neuen Freund & Partner für meine weiteren sportlichen Ziele bekannt geben zu dürfen:
ENGINEERING ARTISTRY aus Coburg = über 30 Jahre Erfahrung in Umgang, Pflege und Erhalt von Klassikern auf ihrem Weg zu Zeitlosigkeit und Originalzustand.
Ich danke herzlichst President Engineering Artistry Prof. Dr. Dr.h.c. Gyula Takacs und Vice President Peter Angyan für Ihr Engagement.




Mr. Hayabusa-Newsletter Januar 2015

Mr. Hayabusa
Projekt neuer Geschwindigkeitsweltrekord über 350 km/h für straßenzugelassene Motorräder in 2015

Step by Step

Mr. Hayabusa informiert:
„Die 400-PS-Turbo Hayabusa befindet sich aktuell auf dem firmeneigenen Leistungsprüfstand bei SD-Performance in Süddeutschland. Hier wird ein neues, frei programmierbares Motorsportsteuergerät bis ins letzte Detail abgestimmt. Als erstes erfolgte die Programmierung des Schaltautomats, der es ermöglicht ohne zu kuppeln die Gänge bei wohlgemerkt voll aufgerissenem Gashahn hochzuschalten, was für extrem kurze Schaltzeiten von ca. 50 – 100 Millisekunden sorgt. Aktuell erfolgt die grobe Abstimmung im Alpha-n-Modus (Drosselklappenstellung/Drehzahl) bis das Benzin-Luft-Gemisch den optimalen Wert über das komplette Kennfeld erreicht hat und der Motor somit die maximale Leistung entfaltet.
Ist das Alpha-n-Kennfeld vollständig eingefahren, werden die während der Messung aufgezeichneten Daten in ein P-n-Kennfeld (Saugrohdruck/Drehzahl) überführt. Dieses wird dann durch nochmaliges Abfahren des Kennfeldes bis ins letzte Detail optimiert. Diese Art der Abstimmung ist bei turboaufgeladenen Aggregaten unerlässlich, wenn man einen perfekten Motorlauf in allen Drehzahl- und Lastbereichen haben will.

Eine Grundvoraussetzung hierfür, ist natürlich das entsprechende Prüfstandsequipment in Form von Datenlogger, Analysesoftware, sowie eine softwaregesteuerte Wirbelstrombremsensteuerung. Diese ermöglicht es, den Motor in allen erdenklichen Lastzuständen einzubremsen um exakte Gemischwerte und Abstimmbedingungen zu erhalten.“

All diese Voraussetzungen sind bei SD-Performance unter Leitung von Sebastian Scholz perfekt vorhanden. Recht zeitnah wird die 400 PS SD-Performance-Turbo-Hayabusa nun auf dem Prüfstand finalisiert. Ihr werdet über die weiteren Fortschritte detailliert informiert.

Das ist schon eine perfekte Performance von dem geistigen Kopf des Weltrekordprojektes - Seb Scholz. Nach dem Abschluss der komplexen Elektronik- und Prüfstandarbeiten, die mitunter das Erstellen von komplett neuen Kabelbäumen umfassen, welche selbstverständlich ebenfalls aus dem Hause SD-Performance stammen, kommt die Kür von Sebastian Scholz:

Die Überarbeitung und Feinabstimmung der zweiten SD-Performance-Turbo-Hayabusa mit 500 PS!!!

Wenn man bedenkt, dass bei einem „Turbo-Spezialisten aus dem Norden“ das Programm zur Konfiguration des Turboladers noch auf DISKETTE „gelagert“ ist, kann man sich vorstellen, wie alt die Daten sind... denn sie brauchen wie gesagt noch einen Computer mit Diskettenlaufwerk...
Somit wird umso mehr deutlich, in welcher Liga die Firma SD-Performance in der Tuningwelt spielt.“




 

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http://www.mr-hayabusa.de - aktualisiert am: 15. Juni 2016 - IMPRESSUM - KONTAKT - SITEMAP


Racing Elmar Geulen Buchung World Champion